Downloadbereich
Allgemeine Infos
  V-Card elektonische Visitenkarte für Outlook  
  Infotafel Praxis Activita SM  
     
Downloadbereich
 Fachinformationen
     
     
     

 

Ernährung, Essen, Trinken, Geniessen

Als Einführung erstmals ein paar Gedanken aus der Sichtweise (Meinung, Erfahrung) des Autors:

Ausgangslage:
Scheinbar monatlich kommen neue Ernährungstipps heraus, was gestern ein „Muss“ war, ist morgen schon veraltet. Was gestern gesund war, morgen bereits gesundheitsschädlich. Eine Studie wiederspricht der anderen, man verliert den Überblick, was man jetzt essen sollte, resigniert und kommt zum Schluss: „Sagt, was ihr wollt, dann ess ich halt so, wie’s mir passt.“
Nicht unbedingt in dieser Wortwahl, aber so ähnlich trifft es man oft in der Praxis und im privaten Umfeld an. Und das kann ja auch nicht der Weisheit letzter Schluss sein.

Also muss man sich erstmals orientieren:
Wir nehmen Nahrung und Flüssigkeit auf, um unserem Körper die notwendigen Materialien für Aufbau, Unterhalt und Betrieb des Organismus zu geben.“ Soweit die biologische Sichtweise. Oder "Ich esse und trinke, weil ich hunger und durst, oder ganz einfach Lust habe.“ So vielleicht der erlebte Sachverhalt.

Am besten ist also, wenn das, worauf ich Lust habe, auch die Nahrung ist, welche für meinen Körper am optimalsten passt.

ernährungspyramide

Bild: Ernähungspyramide

Unser Organismus und unser Körper hat sich im Laufe der Evolution immer wieder an die Äusserlichen Bedingungen angepasst. Namentlich Umweltbedingungen, verfügbare Lebensmittel und seine Lebensweise. Dies ist ein Prozess über zehntausende, mit den Vorfahren des Menschen eingerechten, Millionen von Jahren. In dieser unvorstellbar langen Zeit haben wir von dem gelebt, was die uns umgebende Natur und die Saison hervorbrachte. Einfache Zubereitungsarten und das Erhitzen der Nahrung wurden erlernt, energiereiche Nahrungsbestandteile wie Fett und Zucker waren selten und gefragt. Der Mensch bewegte sich täglich sehr ausdauernd und verrichtete viele körperliche Arbeiten. Auch Salz war selten und entsprechend kostbar. Also hat sich der Körper darauf ausgerichtet, diese wichtigen Bestandteile der Nahrung gezielt ausfindig zu machen.

Die letzten 200 Jahren erlebte die westliche Welt, und in letzter Zeit weitere Teile der Welt einen starken Wandel der Lebensgewohnheiten. Auf das Thema hier kann man sagen, das Mass der täglichen Bewegung nahm deutlich ab, und die Verfügbarkeit der Nahrung in grossem Masse zu. Besonders der Zugang zu energiereicher (Kohlenhydrate) und salziger Nahrung steigerte sich stark.

Da sich unser Organismus im Rhythmus der Evolution nicht so schnell ändert wie unsere Lebensgewohnheiten, haben wir immer noch einen natürliches Bedürfnis nach all den Nahrungsmittel, welche energiereich sind und gehaltvoll schmecken (umami/salzig/süss). Und da es davon nun so viele gibt, langen wir auch ordentlich zu. Was uns nicht zu verübeln ist, schliesslich lernten wir in der Evolution, dass diese Inhalte wichtig sind fürs Überleben. Etwas Fett wurde in den harten Wintern immer wieder abgebaut.

Doch nun hat sich unsere Lebensweise verändert, und wir müssen einen Mittelweg finden, wo ich so viel Nahrung aufnehme, wie ich auch in meinem Alltag verwerten und verbrennen kann. Dafür kann ich den Bewegungsanteil erhöhen, und/oder den Energeigehalt der Nahrung reduzieren. Zudem muss ich bei all dem Überfluss an energiereichen Lebensmitteln eher schauen, dass ich genügend natürliche Lebensmitttel zu mir nehme, so dass der Anteil an Vitaminen, Spurenelementen, essenziellen Fettsäuren und sekundären Pflanzenstoffen gross genug ist.

Also sehe ich den Weg zum finden einer optimalen Ernährung eher in einer individuellen Ernährungsweise, je nach Lebensalltag und Lebensgewohnheit eines Menschen, als nach einer bestimmten Ernährungslehre, welche für alle Menschen, egal wo und wie sie leben, gültig sein soll.

Was wir hier an dieser Stelle als empfehlenswert beachten, sehen sie weiter unten im Kapitel unter „Ernährung“.

Guten Appetit!

Stefan Mumenthaler


_______
Allgemeine Links:

http://de.wikipedia.org/wiki/Ernährung

Schweizerische Gesellschaft für Ernährung: http://www.sge-ssn.ch

Schweizerische Verband diplomierter Ernährungsberater/innen HF/FH SVDE: http://www.svde-asdd.ch/de/index.cfm?treeID=9

Suissbalance: www.suissebalance.ch

Netzwerk Ernährung und Gesundheit: www.nutrinet.ch

Ernährungstipps, auch zu bestimmten Krankheiten: www.ernaehrung.de/tipps

 

Links zum Genuss:

Umfangreichen Sammlung an Kochrezepten: www.koch-gourmet.com

 

Links für individuelle Bedürfnisse:

Säure-Base-Ernährung: www.saeure-basen-forum.de

Zentrum für Menschen mit Essstörungen: www.essstoerungen.ch

Experten Netzwerk Essstörungen Schweiz: www.netzwerk-essstoerungen.ch

Schweizerische Diabetes-Gesellschaft www.diabetesgesellschaft.ch

Adipositasstiftung Schweiz: http://www.adipositas-stiftung.ch

Nahrungsmittelallergien: www.ahaswiss.ch/infos-zu-allergien/nahrungsmittelallergie

IG Zöliakie der Deutschen Schweiz: www.zoeliakie.ch

 

Links zu Ernährungs-Richtungen:

Genussvolles Essen: www.slowfood.ch

Schweizerische Vereinigung für Vegetarismus: www.vegetarismus.ch

Internetportal für Bio und Naturkost: www.naturkost.de

 

Ergänzende Links:

Biologische Nahrungsmittel (Dachverband der Schweizer Bio-Produzenten): www.bio-suisse.ch

Produzentenverein für die biologisch-dynamische Landwirtschaft: www.demeter.ch

Informationen zu Lebensmittel-Zusatzstoffen (E-Nummern): www.zusatzstoffe-online.de/home/

Fairtrade: www.maxhavelaar.ch

Nachhaltige Fischerei und Fischprodukte: www.msc.org/de

Wein aus kontrolliert biologischem Anbau: www.delinat.com

_______
Fertigpräparate, zum Anregen der Verdauung
Siehe Warnhinweise zum Seitenende!

Absinthium (Ceres)
Amara-Tropfen (Weleda)
Bitter Elixier (Wala)
Boldocynara® (Vogel)
Centaurium (Ceres)
Cynara cp. Urtinkturengemisch Nr. 2 (Spagyros)
Enzian Magentonikum (Wala)
Gastrosan (Vogel)
Gentiana (Ceres)
Robinia cp. Globuli velati (Wala)
Taraxacum dil. (Ceres)

_______
Phytotherapie, zum Anregen der Verdauung
Die galenische Form kann je nach Heilpflanze varieren! (Teemischung, Tinktur, Spagyrik, Gemmomazerat, usw.) Siehe Warnhinweise zum Seitenende!

Achillea millefolium (Gemeine Schafgarbe)
Acorus calamus (Kalmus)
Alpinia officinarum (Galgant)
Ananas comosus (Ananas)
Angelica archangelica (Engelwurz)
Artemisia absinthium (Wermut)
Capsicum annuum (Paprika)
Carum carvi (Kümmel)
Centaurium erythraea (Tausendgüldenkraut)
Cinnamomum verum (Zimtbaum)
Cnicus benedictus (Benediktenkraut)
Curcuma xanthorriza (Gelbwurzel)
Cynara scolymus (Artischocke)
Foeniculum vulgare (Fenchel)
Gentiana lutea (Gelber Enzian)
lllicium verum (Sternanis)
Juniperus communis (Gemeiner Wacholder)
Pimpinella anisum (Anis)
Rosmarinus officinalis (Rosmarin)
Salvia officinalis (Garten-Salbei)
Silybum marianum (Mariendistel)
Taraxacum officinalis (Löhwenzahn)
Zingiber officinale (Ingwer)

Alle Angaben in Phytotherapie orientieren sich an (3).

Bemerkung: Viele Küchenkräuter und Gewürze haben genau diese Funktion, eben diese Verdauungssäfte anzuregen. So sollen sie, passend zur Mahlzeit, eingesetzt werden. So schmeckt auch das Essen noch leckerer, als mit blossem Salz oder Fertig-Streuwürze mit Geschmacksverstärker.

_______
Homöopathie
Die homöopathische Medikamentation bedarf in der Regel einer individuellen Repertorisation durch einen Homöopathen oder entsprechend ausgebildeter Arzt oder Heilpraktiker. Deshalb sind hier nur Mittel angegeben, wenn Sie eine entsprechende und allgemein bewährte Indikation haben.

Nux vomica: Druck- und Völlegefühl nach dem Essen, Sodbrennen, starke Blähungen.

Alles Weitere muss in diesem Themenbereich individuell abgestimmt werden

_______
Chinesische Medizin (TCM)
Die chinesische Medizin (TCM) bedarf in der Regel einer individuellen Behandlung durch einen TCM - Therapeuten oder entsprechend ausgebildeter Arzt oder Heilpraktiker. Deshalb sind hier nur Informationen angegeben, wenn Sie eine entsprechende und allgemein bewährte Indikation haben.

Die Chinesische Medizin oder weiter gefasst die Chinesischen Gesundheitslehren bieten mit der Ernährung nach TCM fundierte Empfehlungen für die individuellen Essgewohnheiten. Wenden Sie sich dafür an eine entsprechende Fachperson. Folgender Link gibt einen kleinen Einblick in die Ernährung nach der TCM: www.gesundessen.ch

_______
Nahrungsergänzung, Mineralstoffe, Vitamine
Die angegebenen Mittel dienen als Nahrungsergänzung in Zeiten eines erhöhten Bedarfs und bei einseitiger Ernährung. Längerfristig sollte aber die Ernährung so angepasst werden, dass der Körper durch die Lebensmittel selbst die Inhalte bekommt, welche er benötigt.
Überdosierungen können gesundheitsschädlich sein. Siehe Warnhinweise zum Seitenende!

CELA (Burgerstein)
TopVital (Burgerstein)
VitaMini (Burgerstein)
WurzelKraft (P. Jentschura)

_______
Äussere Anwendungen, Wickel, Kneipp-Wasseranwendungen, zum Anregen der Verdauung

Heusäcklein auf die Lebergegend (1)
Armbäder (1)
Leber-Galle-Wickel mit Schafgarben Aufguss
Kümmelöllappen auf Bauch

_______
Übungen, Bewegung

„Nach dem Esen sollst Du ruh‘n oder 1000 Schritte tun.“
Sich Ruhe und Zeit für die Verdauen gönnen.

Regelmässige und mässige Bewegung, gerne an der frischen Luft, regt die Darmmotilität (Bewegung des Darmes) an und fördert so die Verdauung.
Die Bauchatmung hilft zusätzlich, den Darm zu bewegen, und somit die Verdauung zu aktivieren.

Auch vor dem Essen sollte man sich bereits etwas Ruhe gönnen. „da der Körper etwas Zeit braucht, um sich auf die Mahlzeit mit der Bereitstellung von Speichel und Verdauungssäften einzustellen.“ (1)

_______
Ernährung

Einfache Empfehlungen:

- Abwechslungsreiche Zutaten, möglichst naturbelassene Lebensmittel, Gemüse, Früchte, Hülsenfrüchte, Getreideprodukte, etwas Fisch und mageres Fleisch.

- Ebenfalls vorzuziehen sind saisonale Produkte. Geachtet werden kann auch auf die Qualität und die Hersellung der Lebensmittel.

- Auch eine farblich abwechslungsreiche Zusammenstellung und der Einbezug aller Geschmacksrichtungen ist empfehlenswert.

- Die grösseren Mahlzeiten Morgens und Mittags, Abends weniger und leichter verdaulich.

- Ebenfalls ratsam ist, nur etwa bis etwa 80% Sättigung zu essen. Also nur soviel, dass noch ein gutes Brötchen Platz hätte.

- Auch gut für die Verdauung ist das bekannte gründliche Kauen, damit die Nahrung besser aufgeschlüsselt werden kann.

- Empfehlenswert ist auch das Trinken von genügend Flüssigkeit, dies vorallem zwischen den Mahlzeiten, so dass die Verdauungssäfte nicht verdünnt werden.

- Und das Wichtigste zum Schluss: Geniessen Sie das Essen, am besten in ruhiger Atmosphäre und mit genügend Zeit.
Teils angelehnt an (1)

_______
Geist und Seele
Noch offen

_______
Kultur, Sprache, Volksmund

„Gut gekaut ist halb verdaut.“
„Der Mensch lebt von einem Viertel dessen, was er isst, und von dem Rest leben die Ärzte.“ (Aus dem Alten Ägypten)
„Kurzes Abendessen, langes Leben.“ (Bulgarien)
„An apple a day keeps the doctor away.“ (England)
„Iss dich halbsatt, trink dich halbtrunken, dann lebst du ganz.“ (Russland)
„Wer hastig isst und trinkt, verkürzt sich selbst das Leben.“ (Tschechien)
„Die Königin der Kochrezepte ist die Phantasie.“
„Ein voller Bauch studiert nicht gern.“
„Sauer macht lustig.“ (Entspricht auch der Chinesischen Ernährungslehre)

_______
Körperliche Zusammenhänge
(Reflexzonen und Somatotopien)

- Zähne:
Leber & Gallenblase: 3er OK&UK
Dickdarm: 4er & 5er, OK / 6er & 7er, UK
Dündarm: 8er OK&UK

- Wirbelsäule:
Gallenblase und Gallengang: TH 4, (Brustwirbel)
Leber: TH 5, (Brustwirbel)
Magen: TH 6, (Brustwirbel)
Pankreas: (Bauchspeicheldrüse), Duodenum (Zwölffingerdarm): TH 7, (Brustwirbel)
Dünndarm: TH 12, (Brustwirbel)
Dickdarm: L 1, (Lendenwirbel)
Blinddarm: L 2, (Lendenwirbel)
Enddarm, After: Steissbein

- Meridiane: (2)
Dickdarm (IC 1-20)
Magen (S 1-45)
Dünndarm (IT 1-19)
Gallenblase (F 1-44)
Leber (H 1-14)

- Weitere Reflexzonen: Magen, Leber, Gallenblase, Bauchspeicheldrüse, Dünndarm, Dickdarm in den Head’schen Zonen.

_______
Büchempfehlungen

Allgemein:

Fünf Elemente Ernährung, Ilse-Maria Fahrnow / Jürgen Fahrnow, Gräfe und Unzer Verlag, München, 2005, ISBN 978-3-7742-6672-8

Taschenatlas Ernährung, Hans-Konrad Biesalski, Thieme Verlag, Stuttgart; 4. Auflage, 2007, ISBN-13: 978-3131153548

Nährwerte: Gesundheit kann man essen, Ibrahim Elmadfa, Gräfe und Unzer Verlag, 1. Auflage, 2008, ISBN-13: 978-3833811432

 

Bestimmte Themen:

Die neue Anti-Krebs-Ernährung, Wie Sie das Krebs-Gen stoppen, Johannes Coy / Maren Franz, GU-Verlag, 2009, ISBN-10:3-8338-1663-5

_______
Quellenverzeichnis

  1. Uehleke, Bernhard / Hentschel, Hans-Dieter (1999). Das grosse Kneipp-Gesundheitsbuch. Stuttgart: Haug Verlag, 3. Auflage.
  2. Hempen, Carl-Hermann (1997). dtv-Atlas Akupunktur. München: Deutscher Taschenbuch Verlag, 2. Auflage.
  3. Schaffner, Willi (1996). Heilpflanzen Kompendium, Hinterkappelen/Bern, Arboris Verlag, 1. Auflage

_______
Bitte beachten Sie folgende Hinweise:
Das Gesundheits – Verzeichnis hier auf ACTIVITA.COM dient einzig der Information.
WICHTIG: Es ersetzt keinen Arztbesuch. Bei gesundheitlichen Problemen sollten Sie eine zuständige Fachperson konsultieren.
WICHTIG: Insbesondere können einzelne der hier angegebenen Heilpflanzen bei unsachgemässer Anwendung gesundheitsschädlich oder je nach Dosis sogar tödlich sein! Zur richtigen Anwendung wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder Heilpraktiker.

nach oben