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Alter, Geriatrie, älter werden

Alter: Das Thema "Alter" kann unter verschieden Gesichtspunkten betrachtet werden: Es ist Gegenstand biologischer, medizinischer, religiöser, juristischer, entwicklungspsychologischer und philosophischer Anschauungen. Auch weitere wissenschaftliche Disziplinen befassen sich damit. Um eine interdisziplinäre Beschreibung des Alters bemüht sich die Gerontologie.
Im folgenden einige Auszüge davon:

- Gesichtspunkt "Entwicklungspsychologie / Gerontopsychologie":
Hier werden u.a. von Altersdefiziten und Alterskompetenzen gesprochen. Die Defizite sind gerade in der medizinischen Sicht breit bekannt und definiert, die Alterskompetenzen seien hier speziell erwähnt: Ältere Menschen erwerben oft einen gewissen Grad an Weisheit, was durch postformal-dialektisches Denken gekennzeichnet ist und einen reichhaltigen Wissenschatz im Bereich der grundlegenden Lebensfragen beinhaltet. Außerdem haben ältere Menschen oft das reguläre Expertenwissen, welches durch inhaltsspezifisches Wissen, persönliche jahrelange Erfahrung und automatisierte Routine gespeist wird und in der Konsequenz in der entsprechenden Disziplin für deutliche Leistungsvorteile gegenüber unerfahrenen jungen Menschen sorgt, was auch empirisch bestätigt wurde. Erfolgreich altern kann folgendermaßen beschrieben werden: Sich seinen Stärken und Schwächen bewusst zu sein (Selektion), die Stärken durch Übung optimieren (Optimierung), die Schwächen durch neue Strategien kompensieren (Kompensation).

- Gesichtspunkt "Religion": (Auszüge aus Wikipedia, Download 3.3.2010)
Altes Testament und Judentum: „Obwohl die mit ihm verbundenen Schwächen und Einschränkungen nicht geleugnet werden, ist das Alter im Judentum durchweg positiv besetzt. Das lebenslange Lernen ist eine jüdische Tugend, die dem Alter besonderen Wert verleiht. Die erworbene Lebensweisheit und Erfahrung, das Nachlassen körperlicher Triebe, die zusätzliche Zeit für das Studium der Tora und die Ausübung ihrer Gebote werden als große Vorteile angesehen. Fest in der Bibel verankert ist die Mahnung, alten Menschen – besonders den Eltern – mit Respekt und Ehrerbietung zu begegnen. Jüdischen Kindern ist es streng geboten, sich um ihre Eltern zu kümmern.“
Islam: „Kulturell verankert ist in der muslimischen Gesellschaft das Gebot, die Lebenserfahrung der älteren Generation zu respektieren. Das hohe Ansehen, das das Alter hier genießt, ist unter anderem darin begründet, dass den Gläubigen die Pilgerfahrt nach Mekka oft erst im hohen Alter möglich ist.“
Buddhismus: „Das Alter gilt im Buddhismus – ebenso wie Krankheit und Tod – als „Götterbote“, nämlich als eine Tatsache, die den Menschen zu ernstem Nachdenken mahnt.“
Hinduismus: „Der Ausdruck „Vanaprastha“ bezeichnet einen Mann zwischen 50 und 74 Jahren, der sich aus dem weltlichen Leben in ein besitzarmes Einsiedlerdasein zurückzieht; beim „Sannyasin“ ist der Übergang vom materiellen zum spirituellen Leben noch weiter fortgeschritten.“
Konfuzianismus: „Die Lehren des Konfuzius umfassen eine Vielzahl von Verhaltensvorschriften gegenüber den Eltern, wobei jedoch der genealogische Bezug (Ahnenverehrung) ganz im Vordergrund steht. An den wenigen Textstellen, an denen explizit vom Alter (der Eltern) die Rede ist, werden die Jungen zu Achtung und Fürsorge aufgefordert. Obwohl das Alter nicht nur mit Weisheit, sondern auch mit Schwäche in Verbindung gebracht wird, gilt ein langes Leben als Anlass zur Freude.“

 

 

Geriatrie: Die Geriatrie befasst sich mit den Krankheiten des alten Menschen. Dies betrifft vor allem Probleme aus den Bereichen der Inneren Medizin, der Orthopädie, Neurologie und Psychiatrie (Gerontopsychiatrie). Altersassoziierte Krankheiten sind beispielsweise: Arteriosklerose (Herzinfarkt, Schlaganfall), Arthrose, Demenz, Diabetes mellitus, Grauer Star, Krebs, Osteoporose, Parkinson-Syndrom, Chronische senile Rhinitis oder Vorhofflimmern.
Je nach Krankheiten können Sie hier in der Rubrik „Gesundheits-Verzeichnis“ auch Informationen aus den entsprechenden Kapiteln nachlesen.

Geriatrisches Assessment: Bei Patienten in der Geriatrie wird häufig ein Geriatrisches Assessment (abgeleitet von " to assess":abwägen) durchgeführt. Das kann in zwei Teilen geschehen: 1. Screening. Mit einem standardisierten Fragebogen wird nach Leistungseinbußen oder Beschwerden im Bereich des Sehens und Hörens, der Beweglichkeit von Armen und Beinen, Harn- bzw. Stuhlinkontinenz, Ernährung, der kognitiven Leistungsfähigkeit, des emotionalen Befindens, nach sozialer Unterstützung und verschiedenen Aktivitäten geforscht. Sind Problembereiche vorhanden, sollte ein umfassenderes Basis-Assessment folgen. 2. Basis-Assessment. Das eigentliche Basis-Assessment besteht aus der Bestimmung des Barthel-Index, Mini-Mental-Status-Test, dem Depressionstest nach Yesavage (auch GSD), einem Sozialfragebogen, dem Mobilitätstest nach Tinetti, dem Up and Go-Test, Uhren-Zeichen-Test und der Messung der Handkraft.

 

 

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Allgemeine Links

Allgemeine Infos: http://flexikon.doccheck.com/Kinderkrankheit

Ärzte finden: www.doktor.ch/geriater

Internet für alle ab 50 und Senioren: www.ahano.de

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Fertigpräparate
Siehe Warnhinweise zum Seitenende!

- Allgemeine Stärkung fürs Alter:

Ginsana Kapseln (Ginsana AG)
Schlehen Elixier (Weleda)
Sanddorn Elixier (Weleda)

- Hirndurchblutung, Förderung der

Geriaforce (A.Vogel)
Ginkgo biloba dil. (Ceres)

- Altersherz, Stärkung des

Crataegus dil. (Ceres)
Crataegus Tropfen (Weleda)
Crataegus comp. Dilution (Weleda)

- Stärkung des Immunsystemes:

Echinacea purpurea (Ceres)
Echinaforce® Protect Tabletten (A.Vogel)
Pelargonium comp. Spagyrisches Komplexmittel (Spagyros)

Für weitere Heilmittel zu bestimmten Organsystemen (Herz, Bewegungsapparat, etc) siehe in "Gesundheits - Verzeichnis" in der linken Spalte dieser Website im entsprechenden Organsystem nach.

 

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Phytotherapie
Die galenische Form kann je nach Heilpflanze varieren! (Teemischung, Tinktur, Spagyrik, Gemmomazerat, usw.) Siehe Warnhinweise zum Seitenende!

- Einige bewährte Heilpflanzen für klassische Altersthemen: (3)

Crataegus monogyna und laevigata (Weißdorn) (Herzinsuffizienz NYHA I-III)

Echinacea pupurea (Sonnenhut) (rezidivierenden Infekten Atemwege und ableitenden Harnwege / bei grippeartigen Infekten)

Eleutherococcus senticosus (Taigawurzel) (Förderung der unspezifischen Immunabwehr / Stärkung und Kräftigung)

Ginkgo biloba (Bei peripherer arteriellen Verschlusskrankheit (PAVK) im Stadium Ila-IIb / zerebrovaskulären Insuffizienz / dementiellen Zuständen / vaskulärer Schwindel, Tinnitus)

Ginseng (bei Müdigkeitsgefühl, nachlassender Leistungsfähigkeit und Konzentrationsfähigkeit / Rekonvaleszenz)

Hypericum perforatum (Johanniskraut) (leichte- bis mittelschwere Depressionen)

Für weitere Heilpflanzen zu bestimmten Organsystemen (Herz, Bewegungsapparat, etc) siehe in "Gesundheits - Verzeichnis" in der linken Spalte dieser Website im entsprechenden Organsystem nach.

 

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Homöopathie
Die homöopathische Medikamentation bedarf in der Regel einer individuellen Repertorisation durch einen Homöopathen oder entsprechend ausgebildeter Arzt oder Heilpraktiker. Deshalb sind hier nur Mittel angegeben, wenn Sie eine entsprechende und allgemein bewährte Indikation haben.

Muss in diesem Themenbereich individuell abgestimmt werden

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Chinesische Medizin (TCM)
Die chinesische Medizin (TCM) bedarf in der Regel einer individuellen Behandlung durch einen TCM - Therapeuten oder entsprechend ausgebildeter Arzt oder Heilpraktiker. Deshalb sind hier nur Informationen angegeben, wenn Sie eine entsprechende und allgemein bewährte Indikation haben.

Muss in diesem Themenbereich individuell abgestimmt werden

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Nahrungsergänzung, Mineralstoffe, Vitamine
Überdosierungen können gesundheitsschädlich sein. Siehe Warnhinweise zum Seitenende!

- Allgemeine Stärkung im Alter:

Geriatrikum (Burgerstein)
RG Lezithin-Granulat (Burgerstein)
Topvital Kapseln (Burgerstein)
Vitamin B-Komplex Tabletten (Burgerstein)

Für weitere Nahrungsergänzungsmittel zu bestimmten Organsystemen (Herz, Bewegungsapparat, etc) siehe in "Gesundheits - Verzeichnis" in der linken Spalte dieser Website im entsprechenden Organsystem nach.

 

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Äussere Anwendungen, Wickel, Kneipp-Wasseranwendungen

Bewährte Hausmittel wie Wickel und Umschläge sind auch im Alter eine praktische Sache, um sich und seinen Mitmenschen was Gutes zu tun. Viele wertvolle Tipps dazu fimden Sie im Buch: "Wohltuende Wickel von Maya Thüler" Link: http://www.wickel.ch/html/buch.html

Falls Vollbäder oder Sitzbäder möglich sind, so finden Sie auf http://www.weleda.ch/de/kosmetik/baeder/ und in der Auswahl der Badezusätze der Firma "Kneipp" viele wohltuende Badezusätze

 

Die Kneipp - Wassergüsse sind auch eine gute Möglichkeit, um das Immunsystem anzuregen und zu stärken. Wichtig dabei ist jedoch, dass man eine ausreichend starke Grundkonstitution hat, und auch die eigene Körperwärme ausreichend ist. Sprechen Sie also allfällige Kneipp - Wasseranwendungen mit Ihrem Hausarzt oder heilpraktiker ab!
Einfache, kurze Kaltgüsse, welche zuhause gemacht werden können:

Armguss: http://www.kneippbund.at/content/show/120/armguss.html

Knieguss: http://www.kneippbund.at/content/show/118/knieguss.html

Schenkelguss: http://www.kneippbund.at/content/show/119/schenkelguss.html

Gesichtsguss: http://www.kneippbund.at/content/show/122/gesichtsguss.html

Auch ein Wechselguss von warm - kalt - warm - etc ist möglich: http://www.kneippbund.at/content/show/154/wechselguesse.html

Für weitere Anwendungen und Wickel zu bestimmten Organsystemen (Herz, Bewegungsapparat, etc) siehe in "Gesundheits - Verzeichnis" in der linken Spalte dieser Website im entsprechenden Organsystem nach.

 

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Übungen, Bewegung

Bewegung im Alter ist sehr wichtig und wertvoll für die Lebensqualität im Alltag!

- Erhalt und Förderung der Beweglichkeit und Gelenkigkeit.

- Erhalt und Förderung der Kraft und der Muskelmasse.

- Erhalt und Förderung der Ausdauer und der Herz- und Atemleistung.

- Erhalt und Förderung der Durchblutung und dem Rücktransport des venösen Blutes.

- Aktivierung des Stoffwechsels und der Produktion bestimmter Hormone (Endorphin & Serotonin).

- Erhalt und Förderung des Gleichgewichtes und der Trittsicherheit.

- Erhalt und Förderung der Reaktion und der Koordination.

- Erhalt und Förderung der Orientierung im Raum und der Interaktion mit Mitmenschen.

- Pflege sozialer Kontakte durch die regelmässigen sportlichen Aktivitäten.

- Man könnte noch viele Vorteile aufzählen, doch der Wichtigste noch zum Schluss: Es macht einfach Spass, sich zu bewegen und das gute Körpergefühl nach dem Sport zu geniessen! :-)

Bewährte Bewegungsarten sind je nach Alter und eigene Fähigteiten: Nordic Walking, Wassergymnastik, Wandern, Tai Chi, Betreutes Fitnesstraining für Ausdauer und Kraft, Altersturnen, Tanzen etc...
Lassen Sie sich von Ihrem Arzt oder Heilpraktiker beraten, was für Sie für geeignete Sport- und Bewegungsarten in Frage kommen.

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Ernährung

Grundsätzlich: Frische, abwechslingsreiche und vitaminreiche Kost, eingenommen mit genügend Zeit und in angenehmer Gesellschaft. Details siehe Kapitel „Ernährung“.

Sich nach wie vor Zeit nehmen zum Kochen und Essen, besonders wenn man alleine lebt, ist besonders wertvoll. Schon Hippokrates, der berühmte Arzt im alten Griechenland, soll gesagt haben: „Eure Nahrung soll eure Medizin und eure Medizin soll eure Nahrung sein“

Besonders dem Trinken von genügend Flüssigkeit ist im Alter besondere Beachtung zu schenken! Mit zunehmendem Alter lässt das Durstgefühl nach und es wird nicht mehr so gut bemerkt, dass man Flüssigkeit zu sich nehmen sollte. Man hat weniger Durst. Doch der Körper brauch nach wie vor Wasser um zu funktionieren und zu überleben. Also muss man sich zum genügenden trinken erziehen. Zum Beispiel indem man sich die notwendige Menge an Flüssigkeit morgens bereit stellt und diese Abends getrunken sein soll.

 

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Geist und Seele

Das älter werden bietet wie andere Lebensphasen zuvor auch neue Herausforderungen und Chancen.

Einleitend dazu ein Zitat, das dazu passt:

"Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

Von Reinhold Niebuhr, US-amerikanischen Theologe

Im älter werden kommen Themen auf einem zu, welche gegenwärtig sind, ob man sie nun annimmt oder verdrängt:

- Die Endlichkeit des eigenen Lebens in dieser Form
- Die Veränderung des eigenen Körpers und seiner Möglichkeiten
- Die Wandlung seiner Rolle in der Gesellschaft und im eigenen familiären Umfeld
- Persönliche Themen, Gedankenmuster und Verhaltensweisen, mit welchen man sich auseinandersetzen kann.

Eine gute Zusammenfassung über mögliche belastende Themen im Alter (Auszug der Kinder / Ausscheiden aus dem Berufsleben / Tod des Partners / Krankhiet) und ihrem Umgang damit fonden Sie hier: http://www.medizinfo.de/geriatrie/alter/krisen.shtml

 

Doch da die Sichtweise auf diesen natürlichen Prozess des Alterns wichtig, sogar prägend ist, wenden wir uns hier den Chancen zu, welche das älter werden bieten kann:

- Soziale Ebene: Die eigenen Ressourcen Lebenserfahrung und Zeit einbringen: Mitmachen in freiwilliger Seniorenarbeit und sogenannten "Keyworker" - Programmen.

- Familiäre Ebene: Eventuelle Grossenkel und Patenschaften pflegen.

- Seelische Ebene: Loslassen, vergeben, mit sich und seinem Umfeld ins Reine kommen können. Annehmen was ist.

- Geistige Ebene: Die vielbesagte "Weisheit im Alter" fördern und entwickeln, der eigenen geistigen Reife und Erkenntnis Nahrung, Raum und Inspiration bieten, um sich zu entfalten.

-  Biografische Ebene: Wahrnehmen, was einem aktuell oder schon seit längerem im Leben Interessiert, fasziniert, im inneren bewegt, und diese Chance nutzen, sich in seinem momentanen Leben mit den Themen zu beschäftigen, welche einem am Herzen liegen.

 

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Körperliche Zusammenhänge
(Reflexzonen und Somatotopien)

Muss individuell je nach Erkrankung und den betroffenen Organsystemen betrachtet werden. Es gelten dann selbstverständlich die selben Reflexsystemen wie bei jedem Menschen.

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Büchempfehlungen

- Älterwerden für Anfänger, Mathias Irle, Rowohlt Verlag, ISBN-10: 3498032313, ISBN-13: 978-3498032319

- Leben für Fortgeschrittene: Vom Glück des Älterwerdens, Ulla Atzert, Fischer Verlag, ISBN-10: 3596182603, ISBN-13: 978-3596182602

 

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Quellenverzeichnis

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Bitte beachten Sie folgende Hinweise:
Das Gesundheits – Verzeichnis hier auf ACTIVITA.COM dient einzig der Information.
WICHTIG: Es ersetzt keinen Arztbesuch. Bei gesundheitlichen Problemen sollten Sie eine zuständige Fachperson konsultieren.
WICHTIG: Insbesondere können einzelne der hier angegebenen Heilpflanzen bei unsachgemässer Anwendung gesundheitsschädlich oder je nach Dosis sogar tödlich sein! Zur richtigen Anwendung wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder Heilpraktiker.

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