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Herz und Kreislauf

Das kardiovaskuläre (Herz-Kreislauf) System ist ein komplexes Transport- und Versorgungssystem unseres Körpers, das anatomisch aus dem Herzen und den Blutgefäßen besteht.

Es sichert das Überleben unseres Organismus, indem es den Stoffwechsel einer jeden Körperzelle versorgt: Zum einen wird das Blut Sauerstoff aus den Lungen zu den Zellen, sowie das Kohlendioxid in entgegengesetzter Richtung transportiert. Weiter werden die aus der Verdauung gewonnene Nährstoffe wie Fette, Zucker oder Eiweiße aus dem Verdauungstrakt in die einzelnen Gewebe transportiert, um dort je nach Bedarf verbraucht, weiterverarbeitet oder gespeichert zu werden. Die entstandenen Stoffwechsel- oder Abfallprodukte (zB: Harnstoff, Harnsäure) werden dann übers Blut in anderes Gewebe oder zu den Ausscheidungsorganen (Nieren, Dickdarm, ferner auch Lunge, Haut) transportiert. Außerdem verteilt das Blut auch Botenstoffe wie zum Beispiel Hormone, Zellen der Körperabwehr und Teile des Gerinnungssystems innerhalb des Körpers.

Man kann das kardiovaskuläre System funktionell in ein Niederdruck- und ein Hochdrucksystem unterteilen.

Im Niederdrucksystem herrscht ein nur geringer Blutdruck (RR) zwischen 0 bis 15 mm Hg. Es beherbergt ca. 85% des zirkulierenden Blutvolumens. Zu seinen Komponenten gehören das Kapillarbett, die Venen, das rechte Herz und die Gefäße des Lungenkreislaufs.

Das Hochdrucksystem besteht aus der linken Herzkammer und den Arterien. Der in den großen Arterien herrschende Blutdruck liegt - abhängig von der Herzaktion - in Ruhe etwa zwischen 70 und 120 mm Hg. Seine Hauptaufgabe ist die adäquate Versorgung der Organe mit Blut.

Quelle: flexikon.doccheck

Crataegus

Bild: Crataegus (Weissdorn) Wikipedia


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Allgemeine Links

Allgemeine Infos: http://flexikon.doccheck.com/Kardiovaskuläres_System

Ärzte finden: www.doktor.ch/angiologen / www.doktor.ch/haematologen / www.doktor.ch/kardiologen 

Deutsche Herzstiftung e.V.: www.herzstiftung.de

Schweizerische Herzstiftung: www.swissheart.ch

Deutsche Gesellschaft Venen e.V.: www.dgvenen.de

Deutsche Liga zur Bekämpfung von Gefäßerkrankungen: www.deutsche-gefaessliga.de

Deutsche Liga zur Bekämpfung des hohen Blutdruckes: www.hochdruckliga.info

Bundesverband Herzkranke Kinder: www.bvhk.de

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Fertigpräparate
Siehe Warnhinweise zum Seitenende!

Herz:
Cardiaforce dil. (Vogel)
Cardiodoron dil. (Weleda)
Convallaria D4/D6 dil. (Ceres)
Crataegisan dil. (Vogel)
Crataegus cp. dil. (Weleda)
Urtinkturengemisch Nr. 8 CRATAEGUS cp. dil. (Spagyros)

Arterieller Schenkel:
Arterioforce kps. (Vogel)
Geriaforce dil. (Vogel)
Knoblauch-Kapseln kps. (Vogel)
Padma 28 kps (Padma AG)

Venöser Schenkel:
Aesculaforce dil. (Vogel)
Aesculaforce® forte tbl. (Vogel)
Aesculaforce® Venen-Gel ungt. (Vogel)
Hauttonikum ungt. (Weleda)

Blutdruck:
Aurum / Lavandula cp. ungt. (Weleda)

Blutzusammensetzung:
Padma 28 kps (Padma AG)

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Phytotherapie
Die galenische Form kann je nach Heilpflanze varieren! (Teemischung, Tinktur, Spagyrik, Gemmomazerat, usw.) Siehe Warnhinweise zum Seitenende!

Herz:
Adonis vernalis
Convallaria majalis
Crataegus var.
Digitalis lanata oder purpurea
Leonurus cardiaca
Lycopus europaeus
Passiflora incarnata
Rosmarinus officinalis

Arterieller Schenkel:
Allium ursinum
Cynara scolymus
Ginkgo biloba
Vinca minor

Venöser Schenkel:
Achillea millefolium
Aesculus hipppocastanum
Hamamelis virginiana
Melilotus officinalis

Blutdruck:
Ammi visnaga
Crataegus var.
Leonurus cardiaca
Rauwolfia serpentina
Viscum album

Blutzusammensetzung:
Allium ursinum
Cynara scolymus
Urtica dioica

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Homöopathie
Die homöopathische Medikamentation bedarf in der Regel einer individuellen Repertorisation durch einen Homöopathen oder entsprechend ausgebildeter Arzt oder Heilpraktiker. Deshalb sind hier nur Mittel angegeben, wenn Sie eine entsprechende und allgemein bewährte Indikation haben.

Plötzliche Herzbeschwerden: Aconitum C30

Alles Weitere muss in diesem Themenbereich individuell abgestimmt werden

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Chinesische Medizin (TCM)
Die chinesische Medizin (TCM) bedarf in der Regel einer individuellen Behandlung durch einen TCM - Therapeuten oder entsprechend ausgebildeter Arzt oder Heilpraktiker. Deshalb sind hier nur Informationen angegeben, wenn Sie eine entsprechende und allgemein bewährte Indikation haben.

Auf das Herz kann hier genauer eingegangen werden: Es gehört nach der Lehre der fünf Wandlungsphasen zum Funktionskreis „Herz/Dünndarm“. Dabei werden folgende Attribute vergeben: Element: Feuer, Jahreszeit: Sommer, Gewebe: Blutgefässe (Arterien), Sinnesorgan: Zunge, Geschmack: bitter gleicht aus, scharf regt an. Vom Herz ausgehende Gefühle: Freude, Begeisterung, Hingabe, Zärtlichkeit, Liebe, Mut, Stolz, Hysterie, Heiterkeit, stille Freude, Güte und Zufriedenheit.

Alles weitere muss in diesem Themenbereich individuell abgestimmt werden

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Nahrungsergänzung, Mineralstoffe, Vitamine
Überdosierungen können gesundheitsschädlich sein. Siehe Warnhinweise zum Seitenende!

Arterieller Schenkel:
Knoblauch tbl. (Burgerstein)

Blutzusammensetzung:
Probase tbl. (Burgerstein)

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Äussere Anwendungen, Wickel, Kneipp-Wasseranwendungen

Herz:
Temperaturansteigende Armbäder mit Nachtruhe, warme Fussbäder; sanfte Reibemassage der Herz-Brustbein-Gegend (mit Herzsalbe) oder feuchtwarme Kompressen. Zur Abhärtung kleine Teilgüsse oder Waschungen, jedoch Vorsicht mit Kaltanwendungen am Herzbereich (linker Arm-Brust-Bereich). (1) Empfehlenswert ist auch, die Anwendung erst auf der rechten Seite durchzuführen, erst dannn links auf der Herzseite.

Arterieller Schenkel:
Temperaturansteigende Armbäder; Waschungen, Güsse, wechselwarme Fussbäder mit durchblutungsfördernden Zusätzen (Rosmarin, Fichtennadeln). (1)

Venöser Schenkel:
Knie- oder Schenkelgüsse, Wassertreten; Lehmwickel, rückfettende Hautpflege mit Pflanzenölen. (1)

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Übungen, Bewegung

Herz / Blutdruck:

Atem- und Entspannungsübungen (1)

Regelmässiges Ausdauertraining. Infos: http://de.wikipedia.org/wiki/Ausdauertraining / Pulsrechner: http://www.lauftipps.ch/laufsport/lauftraining-tools/pulsrechner-mit-maximalpuls

Arterieller Schenkel:

Regelmässiges Gehen, Wandern, Nordic-Walking, Fahrradfahren, je nach Möglichkeiten.

Venöser Schenkel:

Immer wieder Beine hochlagern und entlasten.
Durch regelmässige Bewegung die Muskeln aktivieren und dadurch über die Muskelpumpe den venösen Rückfluss anregen.

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Ernährung
Grundsätzlich: Frische, abwechslingsreiche und vitaminreiche Kost, eingenommen mit genügend Zeit und in angenehmer Gesellschaft. Details siehe Kapitel „Ernährung“.

Herzkreislauf, Arteriosklerose:
Risikofaktoren: Eine Reihe von Risikofaktoren begünstigt die Entstehung der Atherosklerose. Viele dieser Risikofaktoren lassen sich beeinflussen. Dazu zählen Rauchen, Bewegungsmangel, Bluthochdruck, Übergewicht (vor allem durch Bauchfett = abdominelles Übergewicht = „Apfelform“), Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus), erhöhte LDL-Cholesterinwerte („schlechtes Cholesterin“), tiefe HDL-Cholesterinwerte („gutes Cho-lesterin“), chronische Entzündung und anhaltender, belastender Stress. Zu den nicht-beeinflussbaren Faktoren gehören beispielsweise das Alter (das Risiko steigt mit zunehmendem Alter), das Geschlecht (Frauen sind durch ihre Hormone bis zur Menopause weitgehend geschützt; ca. 10 Jahre nach der Menopause haben sie keinen geschlechtlichen Vorteil mehr) und die genetische Veranlagung.
Schutzfaktoren: Regelmässige körperliche Aktivität (täglich mind. 30 Minuten schnelles Gehen, Radfahren, Gartenarbeit etc.), eine gute Fettqualität (reichlich mehrfach ungesättigte Fette, mehr pflanzliche Öle) sowie der Verzehr von ausreichend viel Gemüse und Früchten leisten einen Beitrag zum Schutz der Blutgefässe. Weiterhin schützt auch der Abbau von Stress vor der Atherosklerose. Eine gute Fettqualität beeinflusst den Fettstoffwechsel positiv: Die Omega-3-Fettsäuren üben eine entzündungs- und gerinnungshemmende Wirkung aus. Früchte und Gemüse liefern eine Vielzahl nützlicher Inhaltsstoffe: Nahrungsfasern helfen bei der Senkung eines erhöhten Cholesterinspiegels. Antioxidative Vitamine (Beta-Carotin, Vitamin E, Vitamin C) schützen die Fette im Organismus vor gesundheitsschädigenden Stoffen wie den so genannten freien Radikalen (die z.B. durch Inhaltsstoffe des Zigarettenrauches im Körper entstehen). Auch die sekundären Pflanzenstoffe (z.B. Polyphenole) haben einen schützenden Effekt auf das Herzkreislaufsystem. Folsäure, ein B-Vitamin, kann einen erhöhten Homocysteingehalt im Blut senken, der ebenfalls als Risikofaktor für Atherosklerose gilt. (3)

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Geist und Seele

Hier sei das Herz unter obgenannntem Gesichtspunkt genauer betrachtet. Dazu schrieb Koob (4) folgendes: „Das Herz ist das erste Organ, das sich etwa in der dritten Schwangerschaftswoche ausserhalb des Embryos entwickelt und dann allmählich von oben nach der inneren Mitte wandert, also von der Peripherie ins Zentrum, wobei es zunachst unter die Gehirnanlage zu liegen kommt. Daran kann man sehen, wie eng Gehirn und Herz zusammengehören. Anatomen sehen darin die Geste, dass der Mensch vom »Jenseits« in sein körperliches »Diesseits«, den Mittelpunkt seines Ich-Wesens, schreitet. (...) Als ein seelisches Organ und Mittelpunkt unserer Brust ist es der Raum unserer differenzierten Gefühle wie Enge, Trauer, Angst bis hin zur seelischen Panzerung, aber auch für Liebesgefühle, Offenheit, Freude und Wärme. Wir kennen unser Herz, wenn es vor Freude »hüpft« oder wenn es vor Erregung »klopft«. Als spirituelles Organ ist es das Zentrum unseres Selbst und der Resonanzboden unseres Gewissens und der intuitiv empfundenen Wahrheit. (...) Als »Stimme des Gewissens«, als Organ der »Gewissensbisse« und der Schicksalserinnerung und Zentrum des Gemütes, hat es in Kunst und Dichtung immer eine bedeutende Stellung gehabt. (...) Das entsprechende Sonnenmetall für Herz und Kreislauf ist das Gold. Mit der Sonne verbinden wir Licht, Wärme und Leben.“

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Kultur, Sprache, Volksmund

„Beherzt sein.“
„Das Herz springt vor Freude.“
„Das Herz in die Hosen gerutscht.“
„to learn by heart” und “apprendre par coeur” = auswendig lernen.
„jemandem geht das Herz auf.“
„herzzerreissend“
„das Herz ausschütten“
„jemandem ans Herz gewachsen sein“
„das Herz am rechten Fleck haben“
“jemanden / etwas ins Herz schließen“
“ein großes Herz haben”
„jemandem das Herz brechen“
„sein Herz auf der Zunge tragen“
„Wenn das Herz voll ist, dann geht der Mund über“
“ein Herz aus Gold haben“

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Körperliche Zusammenhänge
(Reflexzonen und Somatotopien)

- Zähne: 8er, OK&UK
- Wirbelsäule: TH 2, (Brustwirbel)
- Meridiane: Herz (C1-9) (2)
- Weitere Reflexzonen: Herz in den Head’schen Zonen.

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Büchempfehlungen

- Klinische Kardiologie: Krankheiten des Herzens, des Kreislaufs und der herznahen Gefäße, E. Erdmann, Springer Verlag, Berlin, 2008, ISBN-13: 978-3540790105

- Klinikleitfaden Kardiologie, Ulrich Stierle, Urban & Fischer Verlag; 4. Auflage, 2008, ISBN-13: 978-3437222818

- Herz öffnen statt Kopf zerbrechen: Der Weg zu Freiheit, Freude und Frieden, Safi Nidiaye, Ullstein Tb, 1. Auflage, 2005, ISBN-13: 978-3548741550

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Quellenverzeichnis

  1. Uehleke, Bernhard / Hentschel, Hans-Dieter (1999). Das grosse Kneipp-Gesundheitsbuch. Stuttgart: Haug Verlag, 3. Auflage.
  2. Hempen, Carl-Hermann (1997). dtv-Atlas Akupunktur. München: Deutscher Taschenbuch Verlag, 2. Auflage.
  3. www.sge-ssn.ch Download 2010-02-24
  4. Koob, Olaf (2005). Wenn die Organe sprechen könnten. Stuttgart: Mayer Verlag, 2. Auflage 2006.

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Bitte beachten Sie folgende Hinweise:
Das Gesundheits – Verzeichnis hier auf ACTIVITA.COM dient einzig der Information.
WICHTIG: Es ersetzt keinen Arztbesuch. Bei gesundheitlichen Problemen sollten Sie eine zuständige Fachperson konsultieren.
WICHTIG: Insbesondere können einzelne der hier angegebenen Heilpflanzen bei unsachgemässer Anwendung gesundheitsschädlich oder je nach Dosis sogar tödlich sein! Zur richtigen Anwendung wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder Heilpraktiker.

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